Korrespondenz an
Fr. Mag. Dr Beatrix Karl, derzeitige österreichische Wissenschaftsministerin, bezüglich der Absage der
Langen Nacht der Forschung.
Email

Dieser Text ergeht am 21.04.2010 um 12:00 Uhr als Email.
Sehr geehrte Frau Ministerin Mag.a Dr.in Karl,
Wie einem Bericht der Zeitung derStandard[1] zu entnehmen ist, haben Sie die Durchführung der "Langen Nacht der Forschung" für 2010 abgesagt.
In dem Bericht wird auch eine "Evaluierung" erwähnt. Trotz längerer Recherche konnten wir keine Verweise auf die Ergebnisse bzw. den Prozess dieser Evaluierung finden. Da die "Lange Nacht der Forschung" in unserem sozialen Umfeld immer wieder ein willkommener Anlass zum Erkunden anderer wissenschaftlicher Disziplinen war, stimmt uns die Absage sehr nachdenklich. Sollten wirklich nur finanzielle Gründe hierbei zum Tragen gekommen sein, dann stellt dies für uns jedenfalls einen Rückschritt im Bildungs- und Wissenschaftswesen Österreichs dar, da die Breitenwirkung in Bezug auf das wissenschaftliche Interesse der Bevölkerung bei dieser Veranstaltung enorm war [2].
Wir bitten Sie daher, uns die entsprechenden Informationen über die Evaluierung und deren Ergebnisse zukommen zu lassen.
Wir weisen außerdem darauf hin, dass diese Anfrage, sowie eine etwaige Antwort, als Artikel in den angeschlossenen Onlinemedien publiziert werden wird.
Mit freundlichen Grüßen
- Martin Eberl
- Michael Fladischer
- Bernhard Hopfer
- Stefan Kölbl
- Ing. Walter Reiner, http://www.wreiner.at
- Matthias Schlaipfer
- Christoph Schwarz
- Martin Strobl
[1] http://derstandard.at/1271374655402/Absage-Die-Lange-Nacht-der-Forschung-faellt-erneut-aus
[2] http://www.langenachtderforschung.at/downloads/Presseaussendung-2009-11-07.pdf
Antwort
Am 27.04.2010 erhielten wir folgende Antwort aus dem Büro von Fr. Dr. Karl:
Sehr geehrter Herr Ing. Reiner, sehr geehrte Herren,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage bzgl. der "Langen Nacht der Forschung".
Dass die "Lange Nacht der Forschung" heuer nicht stattfinden wird, ist eine gemeinsame Entscheidung aller drei beteiligten Ministerien (BMWF, BMVIT, BMWFJ).
Es gab - wie Sie auch im "Standard" gelesen haben - eine Evaluierung, die positive Aspekte aber auch einen Optimierungsbedarf zeigt, vor allem in der konzeptionellen Weiterentwicklung der "Langen Nacht der Forschung".
Die Evaluierung zeigt bspw.:
- Die "Lange Nacht der Forschung" ist singulärer Event, vorher und nachher Medienecho >> aber: Nachhaltigkeit ist nicht ausreichend gegeben
- Zielgruppen müssen stärker und gezielter betreut werden (gab Kritik aus den Universitäten und der Wirtschaft)
- kein Schwerpunktthema, "zu breit" aufgestellt
Es geht nun darum, die "Lange Nacht der Forschung" gemeinsam weiterzuentwickeln, bspw. verstärkt auf Zielgruppen einzugehen, die Unis verstärkt in das Konzept einzubinden und auch Schwerpunktsetzungen sind überlegenswert.
Lieben Gruß,
Elisabeth Grabenweger
Mag. Elisabeth GRABENWEGER
Pressesprecherin
Büro der Bundesministerin Dr. Beatrix Karl
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Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Federal Ministry of Science and Research
Minoritenplatz 5, A-1014 Wien
Tel.: +43-1/53120-9014
Fax: +43-1/53120-81-9014
elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at
http://www.bmwf.gv.at
Blog-Posts
Informationen zur Absage aus dem WWW.
Infotext
Folgender Text dient als Vorlage um andere Personen auf dieses Wiki aufmerksam zu machen.
Hallo zusammen,
Unsere Wissenschaftsministerin Fr. Mag. Dr. Karl hat für heuer die "Lange
Nacht der Forschung" abgesagt. Da die Begründung in den Medien sehr
fadenscheinig auf eine ominöse "Evaluierung" verweist, habe ich zusammen
mit ein paar anderen Interessierten eine Anfrage an Fr. Karl vorbereitet.
Da diese Anfrage gemeinschaftlich gestellt wird, suchen wir noch
Unterzeichner um der Forderung nach Veröffentlichung dieser Evaluierung
Nachdruck zu verleihen.
Wer als Unterzeichner der Email aufscheinen möchte (und wem die "Lange
Nacht der Forschung" in den vergangenen Jahren gefallen hat), der möge
sich bitte bei mir melden.
Der Text der Email wird aktuell hier zusammengestellt (WIP):
http://wiki.fladi.at/bin/view/Projects/LangeNachtDerForschungEmail
Danke für eure Unterstützung.